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Ist Ihr Leben fad und eintönig?


Werden Sie doch Fußballschiedsrichter!

 

„Hand aufs Herz“, wie oft haben sie sich schon über den Schiedsrichter aufgeregt und geärgert? Wie oft haben sie schon mit seinen Entscheidungen gehadert , ihn lauthals beschimpft, ausgepfiffen, amüsante Sprüche und Parolen zugerufen oder gar verbal bedroht? Von weitergehenden körperlichen Attacken und Sachbeschädigungen soll hier gar nicht die Rede sein. Es ist schlimm mit diesen Männern in Schwarz, die keine Regeln kennen, keine Kondition haben und in widerlicher Arroganz wie wild mit gelben und roten Karten um sich werfen! Ein Glück, dass ich mit dieser Einstellung und Meinung nicht alleine dastehe und bei den Fußballern selbst , den Trainern, Betreuern und den anderen Zuschauern großen Rückhalt habe.

 

Wer aufmerksam die Sportpresse verfolgt , wird zugestehen, dass die Fußball-Schiedsrichter mehr und mehr zum Freiwild werden und schon bei den Jugendmannschaften als Zielscheibe für Beleidigungen herhalten müssen. Die Print -Medien und das Fernsehen unterstützen diese Haltung zum Teil nicht unerheblich. Die Verhältnisse haben sich so zugespitzt, dass in manchen Kreisen die Schiris versucht haben, sich mit Streik zu wehren. Bei unserem luxemburger Nachbarn haben die Schiris im vergangenen Jahr einen ganzen Spieltag wegen Tätlichkeit an einem Kollegen boykottiert und bundesweit haben 12 000 Schiris ihr Amt niedergelegt.

Höchste Zeit also, dass auch sie kleinlauter werden, ins Grübeln geraten und selbst überlegen, ob sie sich nicht als Schiedsrichter zur Verfügung stellen können. Nur wenn ein Ruck durch das fußballbegeisterte Volk geht und wieder Leute zur Pfeife greifen, die sich dazu berufen fühlen, wird zu gewährleisten sein, dass auch in Zukunft die Spiele mit einem Unparteiischen bis hin zu den Jugendspielen besetzt werden können.

Gerade die Vereine sind aufgerufen, in ihren Reihen für die Schiriausbildung zu werben. Es nützt nicht s, nur um das Kontingent zu erfüllen, den für das Amt rauszusuchen, der sich am wenigsten wehren kann. Es liegt auf der Hand, dass gerade solche Kandidaten schnell, meist schon nach dem ersten Jahr , die Pfeife an den Nagel hängen. Ehe man sich die Wochenenden bei Wind und Wetter mit gröbsten Pöbeleien und Beschimpfungen verhunzt, sucht man sich lieber ein anderes Hobby.

Die Schiedsrichter allgemein sind nur so gut, wie sie von den Vereinen auserkoren und zu den Lehrgängen geschickt werden. Jeder Vereinsfunktionär, jeder Trainer , jeder Spieler und jeder Zuschauer sollte sich darüber im Klaren sein, dass der eigene Schiri an einem anderen Spielort vielleicht noch mehr in den Seilen hängt.

Dass der Fußball nicht ohne Unparteiische auskommt ist eine Binsenweisheit. Wie aber kann die derzeitige Krise bewältigt werden? Oder können Sie sich in Zukunft auch Spiele ohne Schiedsrichter vorstellen?

Und damit ein zweites Mal „Hand aufs Herz“! Haben nicht gerade sie ein Auge für den Fußball? Haben sie vielleicht früher selber Fußball gespielt? Sind sie körperlich fit? Glauben sie, die Fußballregeln schon gut zu kennen? Können sie am Wochenende ein paar Stunden für die wichtigste Nebensache der Welt aufbringen?

Sind sie mobil?

Sind sie physisch und psychisch belastbar?

Können sie schnell Entscheidungen treffen?

Wenn sie diese Fragen halbwegs mit „ja“ beantworten können, dann sollten sie sich jetzt wirklich mit dem Gedanken beschäftigen, ob sie nicht selbst Fußball-Schiedsrichter werden wollen. Ob sie sich nicht mutig auf die andere Seite stellen, mittendrin ins Geschehen! Gleich, ob junge Frau oder junger Mann, werden sie bald merken, dass Schiedsrichter sein durchaus auch positive Seiten hat. In einem Anwärterlehrgang lernt man die Regeln wirklich mal genau. Bei den Einsätzen kommt man rum im Bezirk und lernt Land und Leute kennen. Bei dem notwendigen Training wird die Fitness gefördert und nicht zuletzt gibt es für die Spielleitung noch ein kleines Honorar. Im Laufe der Jahre wird man merken, dass die neue sportliche Herausforderung auch die eigene Persönlichkeitsentwicklung positiv bis ins Berufsleben hinein gestaltet. Die ständige Selbstkritik, der man sich gerade bei offensichtlichen Fehlentscheidungen unterziehen muss, hilft einem auch im täglichen Leben zu anderem Umgang und anderer Einschätzung von Problemen. Schiedsrichter kann man bis ins hohe Alter hinein sein. Viele Schiedsrichter, die sich durch die schwierigen ersten Jahre durchgekämpft haben, pfeifen 20, 30, oder gar 40 Jahre und mehr.

 Ab dem 14. Lebensjahr kann man Schiedsrichter werden. Die Schiedsrichtervereinigungen fördern die neuen Schiedsrichter durch vielfältige Schulungsmaßnahmen, Beobachtungen und

gezielte Förderung. Junge Leute können bei entsprechender Eignung und dem notwendigen Engagement sehr schnell höhere Klassen pfeifen. Die Schiedsrichtervereinigung Trier -Saarburg hat in den vergangenen Jahrzehnten sogar einige Bundesligaschiedsrichter hervorgebracht.

Wenn sie auch in Zukunft Spiele mit guten Unparteiischen sehen wollen, stürzen sie sich mitten ins Geschehen und werden sie Fußballschiedsrichter.

 

Sie werden manche neue Perspektive kennenlernen. Sprechen sie mit ihrem Fußballverein oder wenden sie sich an den Kreisschiedsrichtervorstand.

unbekannte Quelle