Schiedsrichtervereinigung Trier-Saarburg goes Bad Honnef

Es war mal wieder soweit - die fünfte Auflage des langerwarteten und heißersehnten Lehrwochenendes der Perspektiv-, Nachwuchs- und Förderschiedsrichter des Schiedsrichterkreises Trier-Saarburg stand im Haus. Dieses Jahr wählten die Verantwortlichen Bad Honnef am Rhein als Ziel unseres Trips und auch dieses Mal sollte sich das gute Gespür unseres Ausschusses für die passenden Rahmenbedingungen beweisen.

Schon die Anreise ist ein Highlight für sich. Helmut, unser treuer Busfahrer, der uns schon die letzten Jahre immer souverän ans Ziel und wieder zurück gebracht hat, war auch dieses Jahr wieder pünktlich um 15 Uhr in Konz, um die ersten Kameraden einzusammeln. Kurze Zeit später wurden in Trier und in Longuich die verbliebenen Schiedsrichter aufgenommen, so dass es gegen 16 Uhr auf die Autobahn Richtung Bad Honnef gehen konnte.

Nach einer problemlosen Anreise bei schönstem Wetter  trafen wir gegen 18 Uhr in der Deutschen Jugendherberge Bad Honnef ein und bezogen nach kurzem organisatorischem Geplänkel unsere Zimmer. Die Jugendherberge zeichnete sich durch großzügige Zimmer und Sauberkeit aus. Manch einer vermisste schon die klassischen „Bettbotschaften“, die früher noch an allen Seiten der Hochbetten zu finden waren und für Unterhaltung gesorgt hatten.

Und nicht nur die Zimmer konnten überzeugen, auch die erste Mahlzeit des Wochenendes war gelungen. Ein warmes Buffet mit zwei Gerichten, Salat, Nachtisch und weiteren kleinen Leckereien kam durchweg gut an und bot eine gute Grundlage für das kommende Programm. Den lehrtechnischen Auftakt dann  machte Alexander Rausch und einer seiner berühmten Regeltests. Dieser zeichnete sich dieses Jahr vor allem durch einige knifflige Fragen aus, die das Detailwissen der Schiedsrichter auf die Probe stellten. Es zeigte sich, dass die Schiedsrichter überwiegend regelsicher sind, doch der ein oder andere konnte sicherlich noch ein paar Unsicherheiten identifizieren, die es zu beseitigen gilt.

Ganz nach dem Grundsatz „lieber früh als spät“ ging man dies dann auch am Freitagabend direkt noch an. In Kleingruppen wurden spezielle Themen des Regelwerks bearbeitet. In Kurzreferaten sollten die Ergebnisse dann am Sonntag dem Rest der Truppe präsentiert werden. Auch hier zeigte sich wieder, dass eine gute Vorbereitung durch Alexander in Kombination mit der angenehmen Atmosphäre innerhalb der Truppe zu vorzeigbaren Resultaten führen konnte.

Nachdem der offizielle Teil gegen 23 Uhr beendet worden ist, ging es zur geselligen und gemütlichen Runde über. Mit Musik, Karten, Spielen jeglicher Art und viel guter Laune hätte der Gruppenraum „kleines Theater“ stimmungstechnisch durchaus mit einer gut besuchten Wirtschaft verwechselt werden können. Auch das zeugt von der angenehmen Atmosphäre, die unter den Schiedsrichtern des Kreises herrscht.

Der Samstagmorgen stand ganz unter dem Stern der körperlichen Ertüchtigung. Auf dem Programm standen Fußball, Jogging und Wandern.  Während sich die einen über Stock und Stein Ihren Weg durch den Wald suchten oder im etwas langsameren Tempo Bad Honnef erkundeten, bewiesen die anderen, dass auch Schiedsrichter kicken können. Den direkten Vergleich mit den Fähigkeiten der Bundesligamannschaften aus Leverkusen und Stuttgart suchten wir dann am Samstagnachmittag. Es stand der Besuch des Bundesligaspiels in der BayArena in Leverkusen an. Dank perfekter Vorbereitung durch Franz-Josef Ferring war die Anreise kein Problem und die Plätze schnell gefunden.

Wir konnten also das Spiel unter der Leitung von Fifa-Schiedsrichter Felix Zweyer hautnah miterleben und Dank der guten Plätze, auch viele Situationen aus kurzer Distanz beurteilen. Die am Vorabend in den Kleingruppen bearbeiteten Regelthemen dienten dabei als Anhaltspunkt. Das Spiel endete 2:1 für Leverkusen und kann, nicht zuletzt auch durch die souveräne Leitung von Felix, als ein Spiel ohne große Auffälligkeiten klassifiziert werden.

Im Laufe des Samstags hatte sich noch hoher Besuch in der DJH eingefunden: Kreisvorsitzender Bernd Marx sowie Verbandsausschussmitglied Reinhard Maguin hatten sich in Bad Honnef eingefunden. An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank für die Bereitschaft, unseren Lehrgang durch eure Beiträge und Gesprächsangebote zu bereichern. Es ist vor allem für die Jungschiedsrichter immer an Ansporn, wenn sie aus erster Hand erfahren, wo der Weg später einmal hingehen kann und was sie zu erwarten haben.

In diesem Sinne wurde Reinhard sowohl Samstagabend als auch Sonntagmorgen tätig. Zum einen beschäftigten wir uns mit der Analyse von Spielszenen, um strittige Situationen zu diskutieren und das Gefühl für die richtige Auslegung zu verbessern. Zum anderen stellte uns Reinhard die Anforderungen und den Weg eines Perspektivschiedsrichters im FV Rheinland mit alle seinen Facetten vor.  Mit diesem Beitrag endete dann auch am Sonntagmittag der lehrtechnische Teil dieses intensiven Wochenendes.

Bevor man am Sonntag zum Mittagessen und danach in Richtung Heimat aufbrach, gab es noch eine kurze Gesprächsrunde mit dem Kreisvorstand. Neben Feedback und Anregungen wurde auch den verschiedenen Verantwortlichen, die dieses Wochenende so ausgezeichnet organisiert haben, unser Dank ausgesprochen. Dies soll an dieser Stelle noch einmal explizit wiederholt werden!

Ganz vorne Weg Alexander und Franz-Josef, die den größten verwaltungs- und lehrtechnischen Teil der Veranstaltung gestemmt haben! Ihnen zugearbeitet haben Arndt Collmann, Michael Müller, Peter Hoffmann, August Kugel und Markus Hendle. Nicht nur für das Wochenende, auch für die Arbeit im Kreis rund um den Spielbetrieb ein dickes Dankeschön!

Solch ein Wochenende lässt sich  ohne finanzielle Unterstützung nicht durchführen. Daher an dieser Stelle ein Danke an Ralf Fries als Stellvertreter für den Förderverein der Schiedsrichter. Ebenso konnten wir uns wieder einmal auf unseren Busfahrer Helmut verlassen, der uns sicher durch die Gegend kutschiert hat und uns bei so manchem Engpass mit seiner flexibel Art unter die Arme gegriffen hat.

Im Namen aller Perspektivschiedsrichter können wir nur sagen, dass die Fahrt in jeglicher Hinsicht wieder einmal ein voller Erfolg war und dass eine sechste Auflage in 2015 bestimmt zum nächsten Highlight in der Schiedsrichtervereinigung Trier-Saarburg werden wird!

 

Hier geht es zu den Durchführungsbestimmungen Schocken.