"Oh Kaub du schöne Stadt am Rhein...."

 .....ertönte es in einem schönen Vierklang auf der Hinfahrt der Schiedsrichter des Kreises Trier-Saarburg. Das lange Warten auf das Lehrgangswochenende hatte ein Ende und man konnte diese Vorfreude hautnah spüren, "Sensationelles Feeling, ein Gänsehaut Moment..." sagte mir Franz-Josef Ferring, Nachwuchsreferrent des Kreises im gemeinsamen Interview. Klar war für alle, die Teilnahme ist sehr begehrt, daher musste man hoffen einen Platz zu ergattern. Doch ohne ihn würde an diesen Tagen nichts gehen, Helmut, unseren Busfahrer. Ein treuer und guter Weggefährte, der uns bis heute stets sicher ans Ziel gebracht hat und eine Menge Spaß bereitet. Zudem versicherte er,  "nächstes Jahr bin ich wieder dabei", bezeugt von allen, die mit an Bord seines Luxusbusses waren.

 

Während man alle ordnungsgemäß an den Zustiegstellen Konz, Trier und Schweich einsammelte und alle pünktlich waren, reiste man in schöner Atmosphäre und später in einer verschneiten Landschaft nach Kaub, wo man so gegen 18:30 Uhr ankam. Nachdem erst die Zimmer sorgfältig inspiziert wurden, das Bett gemacht und gegessen wurde, ging es los. Der Startschuss, an diesem Freitagabend, wurde durch Kreislehrwart Alexander Rausch abgefeuert, der seine jungen und älteren Kollegen mit warmen Worten empfing, aber zugleich auch eine Menge an Disziplin forderte, damit alles im Rahmen und gesittet abläuft.

 

Danach ging es erst so Richtig los! Durch Dominic Mainzer, an diesem Wochenende nicht nur einer von 39 Teilnehmern, sondern auch einer der beiden Gastreferenten, mit seiner Präsentation über Regelkunde, sollte der teilnehmende Kreis auf den bevorstehenden Regeltest vorbereitet werden. Nach dessen einstündiger Präsentation schwenkte man über zum Regeltest, der sich im gefürchteten Aktenkoffer ....schwarz...klein... befand. Kaum kamen die Regelteste zum Vorschein, ging die Angst sichtlich umher! Berechtigt, wie sich am Abend herausstellte. "Schockierend ist das Ergebnis des Regeltests...." so begann Raphael Leonardy die Besprechung des Regeltestes. Einiges wurde in seiner improviserten Analyse aufgearbeitet und klargestellt. Nach seinen harten Worten, wurde den Teilnehmern noch einmal seperat vor Augen geführt, welchen Stellenwert Regelkenntnis hat, ehe man den Lehrabend für beendet erklärte und gemütlich den Abend ausklingen ließ. Trotz Beendigung des Lehrabends blieb man noch lange im gemieteten Tagungsraum, wo die generationenübergreifende Gruppe (mit bis zu über 50 Jahren Altersdifferenz) sich ausdiskutierte, spielte oder sich die Wiederholung der Bayernpleite im Fernseher zu Gemüte führte. Teilnehmerabhängig ging es zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett.  Die Mehrheit schlief c.a drei Stunden.

Der Morgen folgte (zu) schnell, das stramme Programm ließ kaum Zeit für Frühstück und Schlaf. Grund hierfür war, dass es nach dem Frühstück bereits um 09:00 Uhr zum Frühsport ging. Nach der großen Runde um die Stadt Kaub, dem Anstieg in den Weinberg und dem lockeren Dauerlauf, traf man sich in alter Frische zum Mittagessen wieder. Im Anschluss fuhr Helmut die Schiedsrichtervereinigung  zur Bundesliga-Partie FSV Mainz 05 vs. SC Paderborn. In diesem Spiel sollte man gezielt die Unparteiischen beobachten, da sich für den Abend hoher Besuch angekündigt hatte, mit dem man dieses Spiel mal genauer unter die Lupe nehmen würde. Nachdem man nun die sage und schreibe 5:0 Klatsche Paderborns in Mainz sah und der Bus in Kaub hielt,  war jeder gespannt und fragte sich, "wer ist wohl der hohe Besuch?". Schnell verdeutlichte sich, es ist Erich Schneider. Ein Mann unserer Gilde, einst FIFA-Assistent und Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft 1998, heutiger Verbandschiedsrichterobmann, der mit den Unparteiischen des Kreises das Spiel analysierte und viele gute Tipps für jedermann mit auf den Weg gab. Als der Programmpunkt gegen 22 Uhr ca. beendet wurde, war der offizielle Teil abgeharkt. Doch ein ebenso wichtiger Aspekt stand noch bevor, das Integrieren der neu hinzugestoßen Schiedsrichter in die Gruppe des Förderkreises.

Am nächsten und zugleich letzten Morgen, galt es noch einmal ein strammes, jedoch sehr, sehr interessantes Programm zu überstehen. Gastreferrent Dominic Mainzer meldete sich zum Zweiten, präsentierte eine Viedeoschulung "par excellence ", die bei allen Teilnehmern, ob jung, ob alt, sehr gut ankam und sehr viel Spaß bereitete. Das Ende war in Sicht, als sich Kreisschiedsrichter-Obmann Arndt Collmann bei allen für ihr Interesse und ihre Disziplin bedankte. Auch Lehrwart Rausch haute in die selbe Kerbe, was nur stellvertretend zusammenfasst, wie gelungen diese Veranstaltung war. Eins fügte er jedoch in scharfem Ton hinzu, "Männers und Frauen, ihr müsst, wenn Ihr hoch wollt regelsicher sein, habt gestern Erich gehört, die 3 Säulen : Regelkenntins, Kondition, Persönlichkeit". Danach ging es mit unserem Helmut in die Heimat. Unterschied zur Hinfahrt, es wurde nicht gesungen. Die Müdigkeit, die durch intensive Förderung der Kameradschaft aufkam, überwiegte und war manchen Leuten sehr anzusehen.

 

Wir möchten uns bei den Organisatoren, Sponsoren, sowie dem Ausschuss bedanken, da diese genannten Träger jedes Jahr eine unvergessliche Fahrt auf die Beine stellen. Dies erfordert viel Zeit, Engagement, Planung und Geschick, woran diese Herren nicht sparen.

 

VIELEN DANK an alle Beteilligten.

Marco Kees

 

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