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Aktuelles:

Dominic beim DFB U15 Sichtungsturnier in Duisburg

 Der Koffer war gepackt, als es am 21. Juli um 14:00 Uhr hieß: Abreise nach Duisburg in die Sportschule Wedau.


Nachdem alle Teilnehmer – ein Schiedsrichter aus jedem Landesverband – ihre Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns im Sitzungszimmer 2, um nach einer ersten Vorstellungsrunde Informationen über eine einheitliche Regelauslegung, für das bevorstehende Sichtungsturnier, zu erhalten: Es sollte eine aggressive Spielweise als auch großzügige Zweikampfbewertung zugelassen werden.

Nach dem Abendessen bot es sich natürlich an, in der nahegelegenen  „Schauinsland-Reisen-Arena“, das Vorbereitungsspiel zwischen dem Drittligisten MSV Duisburg und dem Bundesligisten FC Bayern München zu besuchen.


Um 21:30 sollten nun alle Teilnehmer in einer offiziellen Begrüßung im Hörsaal in Duisburg empfangen werden. Rund 400 junge Talente sollten in den folgenden 5 Tagen die Chance bekommen, die DFB Scouts von ihrem Können zu überzeugen und einen der wenigen U-Nationalmannschaftsplätze zu ergattern.
Die Schiedsrichtertruppe um DFB Lehrwart Lutz Wagner traf sich anschließend noch im Sportler-Treff, denn eins fehlte noch: Die Ansetzungen für den 1. Spieltag.

Meine Ansetzung war die Spielleitung als Schiedsrichter des Spiels Baden gegen Württemberg. Ein Bundeslandinternes Derby, das sich wie sich am nächsten Tag rausstellen sollte, jedoch einfach zu leiten war und somit für mich in einer guten Bewertung resultierte. Die Zusammenarbeit mit meinen Assistenten klappte hervorragend. Die Qualität der gemeldeten Schiedsrichter konnte man nicht leugnen.
Die Analysen der Beobachter, die während der Saison Spiele der 1. – 3. Bundesliga beobachteten, fanden im Plenum statt, sodass jeder SR nicht nur aus seinen eigenen Fehlern, sondern ebenfalls aus den Fehlern der anderen Schiedsrichtern lernen konnten.
Insgesamt fanden 11 Spiele mit einer Länge von 2x 25 Minuten pro Spieltag statt.
Um jedoch die 22 Teams komplett zu machen wurde dieses Jahr die U15 Nationalmannschaft aus Aserbaidschan eingeladen, damit kein Team spielfrei hatte.
Am 2. Spieltag wurde ich für 2 Assistenteneinsätze eingeteilt.
An diesem Mittwochabend sollte ein Ausflug nach Düsseldorf stattfinden. Trainer als auch Schiedsrichter aßen zusammen in einem Restaurant in der Altstadt und konnten danach in Kleingruppen noch ihren eigenen Weg fortsetzen.
Der darauf folgende Donnerstag wurde als spielfreier Tag angesetzt. Auf unserem Plan stand ein morgendlicher Videoanalyseteil zu strittigen WM-Situationen, kombiniert mit einem Einblick in unsere Spielleitungen an den vorherigen Tagen. Somit konnte Selbst- und Fremdbild verglichen werden und wichtige Hinweise zur Außenwirkung der getroffenen Entscheidungen wurden übermittelt. Nach dem Mittagessen war dann Action angesagt.

Die Schiedsrichter konnten ihre sportlichen Fertigkeiten beim Wasserski zeigen. Nach wenigen Startunfällen klappte das dann auch bei fast jedem. Ob Wasserski oder Kneeboard, Spaß war garantiert. Selbst 2 Stunden im Wasser langten nicht um unsere Kräfte zu mindern.

So trafen wir uns nach dem Abendessen zum „kicken“ auf dem top gepflegten Rasen der Sportschule, die insgesamt 6 Spielfelder zu bieten hatte.


Am späten Abend wurden beim sogenannten „Come Together“ wieder die Ansetzungen für den 3. Spieltag vergeben. Ich sollte wieder als Schiedsrichter unterwegs sein und hoffte auf eine intensive Partie, die jedoch aus blieb. So hieß es die Konzentration, trotz normaler Anforderungen, hoch zu halten um Fehler zu vermeiden, was mir auch gelang. So konnte sich das Gespann nach der anschließenden Analyse gute Noten notieren. Nach einer offiziellen Verabschiedung am Freitagabend bereiteten sich alle Beteiligten auf einen letzten Spieltag vor. Elf Vormittagsspiele die den geichzeitigen Einsatz von fast allen 21 Unparteiischen erforderte. Die Fahne stand für mich wieder im Vordergrund und im letzten Spiel bot mir die gesteigerte Anforderung durch viele Abseitsentscheidungen die Gelegenheit, mir 1/10 dazu zu verdienen, was mir auch gelang. Nach gemeinsamen Mittagessen und positivem Feedback an alle Schiedsrichter trennten sich wieder die Wege.


Eine überaus lehrreiche Woche, die sicherlich sehr hilfreich für eine zukünftige Schiedsrichterkarriere sein wird, war nun zu Ende.

 

Dominic Mainzer